Giora Feidman in Einbeck


(c) Dieter MeißnerAm 8. November war der berühmte Klarinettist Giora Feidman in der gut gefüllten Münsterkirche zu Gast. Der  Förderverein Alte Synagoge in Einbeck hat in der Pause Getränke ausgeschenkt. Der Überschuss kommt dem Wiederaufbau des Synagogen-Gebäudes zugute.

 

Giora Feidman hat im Laufe seiner langen Karriere mit zahlreichen Streichensembles klassische und moderne Werke gespielt. Die Kammermusiker um Michel Gershwin, dem Primarius und Namensgeber des Quartetts, alle ebenfalls tief in der E-Musik verwurzelt, haben den Klarinettisten hervorragend begleitet, bildeten eine klangliche Einheit mit dem Holzblasinstrument und haben auch mitreißende Stücke für Duett und Quartett alleine aufgeführt.

Wie immer zog Giora Feidman durch den Mittelgang ein. Dabei hörte man die zartesten Töne von der Klarinette. Es war, als würde Feidman leise summend in die Münsterkirche einziehen. Die dynamische Bandbreite des Künstlers war extrem: Leisestes Pianissimo und laute Klänge, die sowohl Klage als auch Freude ausdrücken konnten. Daneben hat Feidman nicht nur zwischendurch moderiert, sondern verstand es auch, sein Publikum zum Mitsingen zu animieren.

Eine Zuhörerin sagte: „Mich beeindruckt die Energie, die von diesem Mann ausging. Energie in mehrfacher Hinsicht: sein friedenspolitisches Engagement, die Energie und Intensität in seiner Musik, die Energie in seinen Bewegungen.“

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