AJR-Vortrag von Dora Köhler


(c) Einbecker MorgenpostÜber ihre Zeit in London nach dem Abitur während ihrer Arbeit bei der „Association of Jewish Refugees“ hat Dora Charlotte Köhler in Einbeck berichtet.

 

Bericht "Einbecker Morgenpost" 30.01.2015

 

Die 19-Jährige studiert jetzt in Mannheim Politikwissenschaften. Nach London gesandt hatte Dora Köhler die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF). Sie wird am Holocaust-Denktag in ihrem auf Einladung des Fördervereins Alte Synagoge in Einbeck zustande gekommenen Vortrag über die Aktion Sühnezeichen und die „Association of Jewish Refugees“ (AJR) erzählen. Die ASR kümmert sich um Holocaust-Überlebende und Flüchtlinge in England. Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg kamen viele Flüchtlinge nach England, entweder mit einem „domestic visa“, um einfache Arbeiten zu leisten (Gärtner, Haushälterin, Putzfrau), oder als Kinder mit einem der Kindertransporte. Diese Transporte brachten Kinder im Alter bis 16 Jahre ohne ihre Eltern nach England und boten ihnen dort eine Unterkunft bei Gastfamilien. Fast in jeder groβen Stadt Deutschlands, Österreichs und Tschechiens fuhren diese Transporte nach der Pogromnacht in Richtung England und erreichten London an der Liverpool Street Station, wo den Kindern heute ein Denkmal gewidmet ist. Heutzutage werden vom AJR viele „social services“ geleistet. Dora Köhler wird unter anderem von ihren Besuchen berichten, die sie in London bei einer älteren Dame gemacht hat, die aus Prag mit einem von Nicolas Winton organisierten Transport geflohen ist.

Wikipedia